Frau Boelter, die beim Theater des Westens in Westberlin arbeitete, war oftmals in der DDR und kaufte dort von dem Geld, das zwangsumgetauscht werden mußte, oft Noten und Klavierauszüge.

1989 wollte sie endlich Prag, die Hauptstadt der CSSR, kennenlernen und beantragte ein Transitvisum für die DDR. Allein die Antragsbearbeitung dauerte dabei zwei Monate und seltsamerweise war auf dem Visum nicht einmal ihr Name vermerkt.

Die Einreise in die DDR mit dem Zug musste über den Grenzbahnhof Griebnitzsee an der Grenze zwischen Potsdam und Berlin erfolgen. Wie sich Frau Boelter erinnert, waren die Grenzbeamten dort sehr streng und durchsuchten sie sehr gründlich.

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“Zwei Monate Warten auf ein Transitvisum,” Berliner Grossstadtgeschichten, accessed 23. Oktober 2017, http://grossstadtgeschichten-berlin.de/items/show/107.
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1989
Antrag auf ein tschechoslowakisches Visum
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1989
Transitvisum für die DDR, Deutsche Demokratische Republik - Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten

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