805.847 – so viele Menschen besuchten die Bundeshauptstadt im Jahr 2017.

Touristen aus der ganzen Welt, bewegen sich durch Berlin und begegnen dabei den verschiedenen Baustilen, Denkmälern und Monumenten aus vielen unterschiedlichen und teilweise längst vergangenen Epochen, die sich durch wechselnde gesellschaftspolitische Systeme auszeichnen und einem permanenten Bedeutungswandel unterliegen. Aber ist ein Denkmal nicht viel mehr als ein im Zuge eines historischen Ereignisses errichtetes Kunstobjekt, welches den Betrachter zum Gedenken an eine bestimmte Person oder ein Zeitgeschehen erinnern soll? „If you where the statue what would you say“ soll zeigen, dass ein Denkmal durch die unterschiedliche Rezeption der Betrachter aus der ganzen Welt auch heute zum Zeugen aktuellen Kulturgeschehens wird. Die Konstruktion von Information und Bedeutung des Denkmals ist ein individueller Gedankenprozess, der uns in der Regel verborgen bleibt. Mit dem Kurzfilm haben wir versucht diesen Prozess sichtbar zu machen: Jeder und jede im Film erhielt die Möglichkeit, das Marx und Engels- Denkmal zum Sprechen zu bringen und somit auch einen kleinen Teil des eigenen Wahrnehungsprozesses mit uns zu teilen. Die gefüllten Sprechblasen, inhaltlich so unterschiedlich wie ihre Betrachter, zeigen uns die enorme kulturelle Vielfalt, aber auch die sozialpolitischen Differenzen auf, mit denen wir heute konfrontiert werden.

Diese Geschichte zitieren

“IF YOU WERE THE STATUE WHAT WOULD YOU SAY?,” Berliner Grossstadtgeschichten, accessed 22. Oktober 2018, http://grossstadtgeschichten-berlin.de/items/show/1084.
2018
IF YOU WERE THE STATUE WHAT WOULD YOU SAY?, Salome Bühler, Jens Hasselmeier, Wolfram Herrman, Neža Peterle, Greta Louise Wolansky

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