1908 herrscht großer Auftrieb am Köllnischen Park, Kaiser Wilhelm II eröffnet das Märkische Museum. Ein auffälliges Gebäude nahe der Spree, das aus mehreren Gebäuden aus verschiedenen Epochen zusammengesetzt zu sein scheint. Noch heute sorgt das Gebäude bereits von außen für Verwunderung und viele halten es zunächst für eine Kirche.

Drei Postkarten aus der Zeit der Eröffnung sollten Werbung für das neue Museum machen, zugleich waren sie Andenken für die Besucher, die zahlreich in das neue Haus strömten.

Die Postkarten zeigen drei besondere Räume des Museums: den holzgetäfelten Zunftsaal, der den Besucher in das vorindustrielle Berlin zu Beginn des 19. Jahrhunderts versetzt; die seit 20 Jahren wieder zugängliche gotische Kapelle, nach wie vor der ideale Ort zur Ausstellung sakraler Kunst; und schließlich die große Halle. Die Halle wurde im zweiten Weltkrieg zerstört und musste wiedererrichtet werden. Sie bildet ein Zentrum der Gesamtarchitektur des Gebäudes und die Besucher gelangen durch sie in die verschiedenen Bereiche des Museums. Die ursprünglich dort präsentierten Exponate sind heute teilweise an anderen Orten zu bewundern, etwa in der Nikolaikirche.

Die alten Postkarten sind in Vergrößerungen selbst Teil der Museumsausstellung. Aber auch die Räume, die der Architekt Ludwig Hoffmann seinerzeit in den außergewöhnlichen Bau integrierte, lassen sich nach wie vor in kaum veränderter Form besichtigen.

Diese Geschichte zitieren

“Drei Postkarten von Räumen des Märkischen Museums,” Berliner Grossstadtgeschichten, accessed 26. Juni 2017, http://grossstadtgeschichten-berlin.de/items/show/280.
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1908
Märkisches Museum, Innungssaal
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1908
Märkisches Museum, Kapelle
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1908
Märkisches Museum, große Halle
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1908
Fotografie "Märkisches Museum", Ernst von Brauchitsch

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