Technische Geräte waren in der DDR oftmals Mangelware und man war zu Improvisationen gezwungen. Das galt auch für die Bibliotheken, in denen gemäß der Planerfüllung möglichst genau die Ausleihzahlen verzeichnet werden mussten.
Dazu nahm man mechanische Zählgeräte, die in medizinischen Laboren verwendet wurden. Diese wurden auf ein Brett geschraubt und schon konnte aufgeteilt nach Erwachsenen- und Kinderbüchern gezählt werden.
Einige Bibliotheken wandten noch komplexere Systeme an, durch die auch die Zahl der entliehenen Tonträger etc. einzeln erfasst werden konnte. So eigenartig diese Zählvorrichtungen auch anmuten, teilweise waren sie bis weit nach der Wende in Gebrauch und verschwanden erst mit der Einführung der elektronischen Verbuchungssysteme.

Diese Geschichte zitieren

“Zählen für die Planerfüllung,” Berliner Grossstadtgeschichten, accessed 28. Juni 2017, http://grossstadtgeschichten-berlin.de/items/show/705.
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Zählgerät

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