Das Zentrum für Berlin-Studien der Zentral- und Landesbibliothek Berlin bewahrt zahlreiche Zeitungen auf, anhand derer Herr Klemm zahlreiche Geschichten über die Stadt erzählen kann.
Etwa über das Tempo: schon vor Radio, Fernsehen und Internet konnte man als Hauptstädter sehr aktuell informiert sein. Während der Weimarer Republik druckten viele Zeitungen gleich drei Ausgaben am Tag und oft genug stellte sich das Weltgeschehen in der druckfrischen Nachtausgabe völlig anders dar als in jener, die man am Morgen gekauft hatte.
Oder die Rolle Berlins als Zeitungshauptstadt: Ende der 1920er Jahre erschienen in Berlin über 100 Tageszeitungen, bei denen jeder Bezirk und jede politische Couleur vertreten war. Weltwirtschaftskrise, Diktatur und Krieg bereiteten dem ein Ende. Oder über Preise: Während der Inflation konnte eine Zeitung 20 Milliarden Mark kosten. Von den Preisen für Güter des täglichen Lebens zeugen die Kleinanzeigen, die in der Zeit vor eBay einen beträchtlichen Teil der Zeitungen ausmachten.

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“Zeitungslesen in der BStB,” Berliner Grossstadtgeschichten, accessed 23. Oktober 2017, http://grossstadtgeschichten-berlin.de/items/show/726.
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Zeitungsband
Herr K. über die Zeitungen
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Juni 1934
Berliner Zeitungsverkäufer, unbekannt
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September 1923
Zeitungshaus Mosse, unbekannt

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