Als Berliner Gegenwartsarchäologen sind Herrn Günter Steinert schon sehr bemerkenswerte Funde gelungen - gerade in den wilden Zeiten der 1990er Jahre, der Nachwendezeit. Am Pariser Platz gehören die Funde einer - zunächst noch verschlossenen - Sektflasche und auch einer verbogenen Feuerwehrspritze zu den ganz besonderen.

Bei der Sektflasche ist er der festen Überzeugung, dass diese aus den Beständen des Hotel Adlon stammt und möglicherweise die einzige noch existierende ihrer Art ist. Gefunden hat er sie bei Bauarbeiten im Keller des Gebäudes am Pariser Platz 5a: Heute residiert dort die Dresdner Bank, früher stand dort das vom Kohlenmagnat Friedländer-Fuld erbaute Friedländer-Palais.

Die Feuerwehrspritze soll von den Löscharbeiten am Hotel Adlon in den Maitagen des Jahres 1945 stammen, als das Hotel ausbrannte.

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Diese Geschichte zitieren

“Als Gegenwartsarchäologe unterwegs in Berlin,” Berliner Grossstadtgeschichten, accessed 23. Oktober 2017, http://grossstadtgeschichten-berlin.de/items/show/80.
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unbekannt
Die letzte Sektflasche vom Hotel Adlon?
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unbekannt
Feuerwehrspritze von Löscharbeiten im Adlon im Jahr 1945?
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21.05.1996
'Der "Kohlenhändler" war Millionär' (Tagesspiegel vom 21.05.1996), Günter Steinert
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Pariser Platz Nr. 6.
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26.8.1992
Bagger in einer Baugrube vor dem Brandenburger Tor, Günter Steinert

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