Es kommt auch vor, dass Bücher, die sich in der Zentral- und Landesbibliothek Berlin befinden, Geschichten über vormalige Besitzer und heutige Nutzer erzählen. Etwa wenn sich darin Notizen oder Widmungen befinden oder wenn persönliche Dokumente hineingelegt wurden.

In ein historisches Buch über den öffentlichen Nahverkehr Berlins, das vom Zentrum für Berlin-Studien antiquarisch erworben wurde, hatte ein Herr Günther einige Droschenfahrscheine gelegt und deren Echtheit säuberlich am 30.10.1913 bestätigt.

Was Herr Günther in dem spätwilhelminischen Berlin zu erledigen hatte, ist nicht bekannt, er löste seine Fahrscheine aber an der Schönhauser Allee zum Preis von 10 oder 50 Pfennig und ihn begleitete dabei stets der Hinweis des Polizei-Präsidenten, dass Beschwerden beim Verkehrs-Kommissariat des Polizeipräsidiums anzubringen seien, sie aber auch von jedem Polizeibureau entgegengenommen würden.

Diese Geschichte zitieren

“Mit der Droschke durch das Berlin der Weimarer Republik,” Berliner Grossstadtgeschichten, accessed 25. Juni 2017, http://grossstadtgeschichten-berlin.de/items/show/826.
Fahrscheine.jpg
Fahrscheine für Droschkenfahrten

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